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Ehetipp 04/10

Ein regelmäßiger Ehetipp von Doris und Walter Kraus

 

Hallo liebe Ehetippleser,

diesen Monat senden wir euch einen Ehetipp aus dem Buch "40 Tage Liebe wagen" von Stephen Kendrick und Alex Kendrick.

 

"Wenn einer seinen Nächsten am frühen Morgen mit lauter Stimme segnet, so wird ihm das als ein Fluch angerechnet."
Sprüche 27,14

 

Nichts verärgert andere schneller als unhöfliches Benehmen. Das bedeutet, dass in Gegenwart anderer Dinge gesagt oder getan werden, die für diese Menschen unangenehm sind. Jemand, der sich unhöflich verhält, tut Dinge, die für andere unangenehm, beschämend und unerfreulich sind. In einer Ehe kann sich ein solches Verhalten beispielsweise durch ein loses Mundwerk, schlechte Tischmanieren oder durch sarkastische Bemerkungen ausdrücken. Von welcher Seite du es auch betrachtest, niemand ist gerne mit einer unhöflichen Person zusammen. Für denjenigen, der sich so benimmt mag dieses Verhalten keine Bedeutung haben, aber für die Menschen, die damit konfrontiert sind, ist es unangenehm.

 

Wenn ein Mann von  Liebe geleitet wird, verhält er sich bewusst so, dass seine Frau sich gern in seiner Nähe aufhält. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt: Wenn sie ihm ihre Liebe zeigen will, vermeidet sie bewusst Dinge, die ihn frustrieren oder ihm Unbehagen bereiten.

Durch gute Manieren zeigst du deinen Partner: "Ich schätze dich so sehr, dass ich mich in Selbstbeherrschung übe, wenn wir zusammen sind. Ich möchte ein Mensch sein, mit dem man gerne zusammen ist." Wenn du zulässt, dass die Kraft der Liebe dein Verhalten verändert- und sei es nur ein klein wenig- sorgst du für ein respektvolles Miteinander.

Stimmt es, dass du dich Freunden oder vollkommen fremden Menschen gegenüber anders benimmst als zu Hause? Vielleicht bist du zu Hause  schlechter Laune, aber freundlich, sobald es klingelt, und öffnest die Haustür mit einem Lächeln im Gesicht. Doch wenn du liebst, gibst du auch deiner Familie gegenüber dein Bestes.

Es gibt zwei Hauptgründe, warum Menschen sich ungehobelt benehmen: Unwissenheit und Selbstsucht. Natürlich ist weder das eine noch das andere gut. Wenn ein Kind geboren wird, weiss es nichts von den Benimmregeln- viel Anleitung und Übung sind erforderlich. Erwachsene zeigen ihre Unwissenheit jedoch auf einer ganz anderen Ebene. Du kennst zwar die Regeln, aber es ist durchaus möglich, dass du nicht bemerkst, wie du sie ständig brichst. Es kann sogar soweit gehen, dass dir gar nicht bewusst ist, wie unangenehm ein Zusammenleben mit dir ist.

 

Überprüfe dich anhand dieser Fragen:

  • Wie empfindet dein Partner die Art und Weise, wie du sprichst und dich in seiner Gegenwart verhältst?
  • Inwiefern beeinflusst dein Verhalten das Selbstwertgefühl und die Selbstachtung deines Partners?
  • Würde dein Partner sagen, dass du ein Segen für ihn bist, oder dass dein Verhalten eher herablassend und unangenehm wirkt?

 

. Wünscht du dir, dass dein Partner Dinge unterlässt, über die du dich ärgerst? Dann ist es Zeit, dass du ebenfalls Dinge unterlässt, über die dein Partner sich ärgert. Wirst du so rücksichts- und liebevoll sein, dass du Verhaltensmuster ablegst, die für deinen Partner unangenehm sind? Wirst du es wagen, für deinen Partner eine Freude zu sein?

 

Hier sind drei Leitsätze- Benimmregeln, die du in deiner Ehe praktisch umsetzen kannst:

  1. Halte dich an die goldene Regel: Behandle deinen Partner so, wie du selbst behandelst werden möchtest. (Siehe Luk. 6,31)
  2. Keine unterschiedlichen Maßstäbe: Verhalte dich gegenüber deinem Partner genauso rücksichtsvoll wie Fremden oder Arbeitskollegen gegenüber.
  3. Komme Aufforderungen nach: Beachte, wozu dein Partner dich bereits aufgefordert hat- Dinge, die du tun oder lassen sollst. Frage nach, wenn du es nicht mehr genau weisst.

 

Fordere deinen Partner auf, dir drei Dinge zu nennen, die bei ihm Unbehagen und Ärger auslösen. Sei dabei nicht vorwurfsvoll und rechtfertige dein Verhalten nicht. Es geht hierbei ausschließlich um die Sichtweise deines Partners.

 

Gottes Segen

Doris und Walter Kraus

 

 
   
 

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